Stimmstörungen bei Erwachsenen

Stimmstörungen bei Erwachsenen sind mehrheitlich auf Lebensumstände, Gewohnheit, Veranlagung/Vererbung o. ä. zurückzuführen, häufig kommt zum strapaziösen Gebrauch der Stimme noch eine anlagebedingte oder erworbene organische Ursache hinzu.

Stimmstörungen treten oft bei Menschen auf, die ihre Stimme beruflich viel benutzen (Lehrer, Sprecher, Trainer, Erzieher etc.). Eine andauernde Stimm­störung wird von Betroffenen als erhebliche Einschränkung der Lebens­qualität empfunden, in vielen Fällen ist sogar das Berufsleben gefährdet.

In der logopädischen Therapie gilt es vor allem, den Patienten den entspan­nten, unangestrengten Gebrauch der Stimme zu vermitteln, damit sie die Freude am Sprechen und/oder Singen wieder erlangen.

Wann sollten Sie uns aufsuchen?

Gefühle von Anstrengung oder Schmerz beim Sprechen oder Singen sind Alarmsignale:

  • Die Stimme klingt ständig rau, gepresst, heiser oder stimmlos
  • Das Sprechen wird als anstrengend bis schmerzhaft empfunden
  • Reizhusten, Kloß im Hals
  • Beim Sprechen oder Singen ermüdet die Stimme schnell
    und verändert ihren Klang
  • Häufiges, hörbares Atemholen, Luftmangel beim Sprechen

Mögliche Ursachen

Stimmstörungen können grundsätzlich organische oder funktionelle Ursachen haben. 

  • Kehlkopfentzündungen
  • Stimmlippenknötchen
  • Stimmbandlähmungen
  • Anlagebedingte Einschränkung des Stimmapparates
    (Kehlkopf zu klein, trockene Schleimhäute etc.)
  • Tumore
  • Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten
  • Verspannungen 
  • Fehlerhafter Stimmgebrauch
  • Psychische Belastungen 
  • Näseln

Unsere Therapie

Bei Stimmstörungen müssen zunächst von ärztlicher Seite die organischen Ursachen abgeklärt werden. Abhängig vom Untersuchungsergebnis entwickeln wir dann in Absprache mit dem Patienten ein Therapiekonzept.

Im Rahmen der logopädischen Therapie bauen wir Fehlhaltungen und Verspannungen ab, trainieren eine geeignete Atemtechnik und Resonanz­fähigkeit und beseitigen den eingeübten Fehlgebrauch der Stimme.

Die Behandlungssitzungen verlaufen in Einzeltherapie, in der Regel ein- bis zweimal pro Woche.