Störungen des Sprechens und des Redeflusses
bei Kindern

Eine Sprechstörung liegt vor, wenn Kinder Wörter nicht richtig aussprechen oder der Redefluss Unregelmäßigkeiten aufweist. Dahinter steht oft eine Störung der Motorik des Sprechapparats. Woher diese rührt ist oft unklar, die Ursachen können von seelisch/emotional bedingten Störungen bis hin zu organischen Erkrankungen reichen.

Werden Kinder schon früh beim Sprechen häufig nicht verstanden oder fühlen sie sich beim Sprechen unsicher, kann dies die gesamte psychosoziale Entwicklung beeinträchtigen. Mit einer logopädischen Therapie erlernen Kinder spielerisch die fehlenden Fähigkeiten.

Wann sollten Sie uns ansprechen?

Wenn Ihr Kind Probleme bei Aussprache, Lautbildung, Sprechbewegung oder Redefluss aufweist. Verbreitete Beispiele sind:

  • S-/Sch-Schwäche (Lispeln)
  • Ersetzen oder Auslassen von Lauten (z. B. „t“ statt „k“)
  • Gestörter Speichelfluss
  • Angestrengtes Sprechen
  • Vernuscheltes Sprechen
  • „Laut-Such-Bewegungen“ beim Sprechen 
  • Stottern oder Poltern

Mögliche Ursachen

Bei den meisten kindlichen Sprechstörungen ist kein organischer Befund feststellbar, die Gründe sind vielfältig und lassen sich kaum auf eine Ursache eingrenzen. Zu den bekannten, möglichen Ursachen zählen:

  • Allgemeine Entwicklungsstörungen, z. B. bei Frühchen
  • Familiär bedingte Sprachschwächen (erlernt, vererbt)
  • Seelisch/emotional bedingte Störungen
  • Gestörte Motorik des Sprechapparats
  • Hörstörungen
  • (entzündliche) Erkrankungen des Gehirns
  • Hirntumore
  • Körperliche oder geistige Behinderungen

Unsere Therapie

Basierend auf einer gründlichen Diagnostik erstellen wir zunächst einen Therapieplan.

Die eigentlichen Behandlungssitzungen verlaufen in Einzeltherapie, in der Regel ein- bis zweimal pro Woche. Über die gesamte Behandlungsdauer ist die Mithilfe der Eltern notwendig, da viele Übungen täglich durchgeführt werden müssen und auch ein entsprechendes Sprechvorbild der Eltern erforderlich ist.

Die Dauer der Behandlung ist unter anderem von der Stärke der spezifischen Störung, dem individuellen Leistungsvermögen des Kindes sowie den Umweltfaktoren abhängig. Sie kann von wenigen Monaten bis hin zu einigen Jahren reichen.